14. Juni 2018:

 

Die Braunfelser Stadtverordneten fällten eine Entscheidung FÜR die Gesundheit und Lebensqualität der Tiefenbacher Bürger und FÜR die einmalig wertvollen alten Buchenwälder.

 

Auf der Sitzung des Stadtparlaments wurde mehrheitlich entschieden , dass die Stadt keine Verhandlungen mit dem Ziel der Vergabe von Flächen zur Errichtung von Windkraftanlagen führen soll.

 

Wir danken den Stadtverordneten!

 

Mehr dazu auf der Seite "Neues - In eigener Sache!"

 

 

 

Was in Braunfels bis jetzt geschah:

 

Das uns vorliegende Angebot der Firma Enercon (von Anfang 2015) umfasst auch Windkraftanlagen im stadteigenen Braunfelser Teil des Buchenwaldes, in der Gemarkung Tiefenbach. Siehe Bild unten.

 

Im Mai 2015 gab es eine Beschlussvorlage:

 

Der Magistrat der Stadt Braunfels solle per Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung angewiesen werden, mit interessierten Betreiberfirmen von Windkraftanlagen Verhandlungen zu führen:

 

Das Ziel dabei sei, im Bereich Tiefenbach mehrere Windkraftanlagen zu errichten. Die Stadtverordnetenversammlung im Juni 2015 entschied nicht über diesen Beschluss, sondern beschloss diesen Antrag im Geschäftsgang zu lassen.

 

 

Im Oktober 2015 stimmte die Braunfelser Stadtverordnetenversammlung dem Teilregionalplan und damit dem Vorranggebiet 2145 mit Mehrheit zu, er wurde "abgenickt". Siehe den kritischen Bericht in der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 16.10.2015.

 

Bis jetzt (Juni 2017) gibt es nach Aussage des Bürgermeister seitens der Stadt Braunfels weder Absprachen noch Zusagen noch sonstige Vereinbarungen mit den drei interessierten Firmen.

 

Nach Aussage des Bürgermeisters sind zudem 2016 keine Gespräche mit Windkraftinvestoren geführt worden. Den anrufenden Firmen sei mitgeteilt worden, dass die Stadtverordneten-versammlung noch keine Entscheidung zu diesem Thema getroffen habe.

 

 

 

Parlamentsbeschluss im Dezember 2016:

Braunfels weist 4,5 ha große Altholzinsel neben dem Windkraft-gefährdeten Teil des Tiefenbacher Buchenwald aus

 

Was bedeutet dies?

 

Auszug aus dem Bericht der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 4.1.2017:

 

"Auch im wertvollen Tiefenbacher Wald wird im Bereich der Koppen die vorhandene
Altholzinsel erweitert werden. Da die Vielfältigkeit der Arten im Wald ganz entscheidend
am alten Holz hängt, ist dies ein wichtiger und weiterer Beitrag der Stadt Braunfels, die ja
auch Mitglied im Kommunalen Bündnis für biologische Vielfalt ist."

 

"Bernecke nannte in der Begründung der Aktivitäten, dass im Wirtschaftswald die Bäume
just in jener Lebensphase gefällt würden, in der sie beginnen, für den Großteil der
Lebensgemeinschaft bewohnbar zu werden. Das gilt für viele Insektenarten (allen voran
die Urwaldreliktarten), für baumhöhlenbewohnende Vogel- und Säugetierarten, aber auch
für Pilze und Flechten."

 

Unser Kommentar zur damaligen Situation:

 

Sollte alles mit rechten Dingen und mit gesundem Menschenverstand vor sich gehen, so müsste dies eigentlich bedeuten, dass die Stadtverordneten den Wert des alten Buchenwaldes erkannt haben. Dies würde logischerweise eine Zerstörung durch Windräder ausschließen.

 

Alles andere als diese Konsequenz wäre ein Schlag ins Gesicht der Tiefenbacher und der wertvollen Natur!

 

Wir werden weiter wachsam bleiben.

 

Denn der Antrag zur Verpachtung für Windkraft ist weiter im Geschäftsgang.  Für den Fall eines Angebots von Windkraftinvestoren zur Pachtung der Braunfelser Wälder fordern wir einen Bürgerentscheid!

Eine Entscheidung über Windkraft ohne Bürgerentscheid wäre undemokratisch!

 

Aktualisierung vom 14.06.2018, Parlamentsbeschluss:

 

Verhandlungen mit Windkraftinvestoren wurden von den Braunfelser Stadtverordneten mit dem Entschluss vom 14.06.2018 abgelehnt.

 

Siehe auch Seite "Neues -In eigener Sache"

 

 

 

Weitere Windkraftanlagen waren zwischen Braunfels-Altenkirchen und Braunfels-Philippstein geplant - mittlerweile sind sie aber abgewehrt!

 

Ein großer Gewinn für Mensch und Natur!

 

Tiefenbach ist nicht der einzige Braunfelser Stadtteil, der sich gegen den Bau von Windkraftanlagen und Zerstörung wertvoller Natur wehrt. Auch zwischen Philippstein und Altenkirchen sollten Windräder errichtet werden. Mittlerweile aber haben die Bürger einen großen Sieg für Mensch und Natur errungen:

 

Aus Gründen des Naturschutzes wegen eines benachbarten Vogelschutzgebietes wurde das Gebiet „Braunfels-Philippstein VRG2221a” (LDK) mit einer Größe von 16 Hektar aus dem Teilregionalplan gestrichen!

 

Der Teilregionalplan Energie Mittelhessen ist inzwischen im Hessischen Staatsanzeiger 51/2017 veröffentlicht worden und ist somit gültig und rechtlich bindend.

 

Wir gratulieren den Bürgern von Philippstein und Altenkirchen herzlich und freuen uns mit ihnen über den Sieg der Vernunft!

 

Hoffen wir nun, dass sich die Vernunft auch in nächsten Jahr weiter durchsetzt, und die verheerenden Pläne zum Bau von Windkraftanlagen im wertvollen Alten Buchenwald nicht nur in Tiefenbach, sondern auch in Leun und Löhnberg-Selters aufgegeben oder abgelehnt werden.

 

Hier der Link zur Webseite der Bürgerinitiative "Windkraft mit Vernunft - Braunfels":

 

Windkraft mit Vernunft - Braunfels