Antrag der Enercon beim RP Gießen:

Vier Windräder in Löhnberg und Leun

 

Löhnberg und Leun: Verträge mit Enercon

 

Die Gemeinde Löhnberg hat ausweislich ihrer Homepage "für das Gebiet Niedershausen/Leun (eine Anlage auf Niedershäuser Gebiet) und Selters/Braunfels (zwei Anlagen auf Selterser Gebiet) einstimmig Verträge mit einem privaten Windkraftbetreiber beschlossen, die eine höchstmögliche Pachtlösung für den Gemeindehaushalt beinhalten. Die Verträge sind jeweils nach der Beschlussfassung in der Gemeindevertretung rechtskräftig geschlossen worden."

 

Die Stadt Leun stimmte laut Zeitungsbericht vom 04.11.2014 (Wetzlarer Neue Zeitung) einem Vertrag mit der Enercon GmbH Projektentwicklung und Investments (Aurich) zu, der den Bau von zwei Windrädern in Biskirchen vorsieht.

 

Voraussichtliche Standorte der Windkraftanlagen in Löhnberg/Selters, Leun/Biskirchen und Löhnberg/Niedershausen

 

Laut Zeitungsbericht vom 21.12.2015 (Wetzlarer Neue Zeitung) wolle die Firma Enercon zuerst die Windgeschwindigkeit ermitteln. Seit dem Frühling 2017 steht nun im Selterser Wald ein Windmessgerät.

Diesen Trailer fotografierten wir Ende Mai 2017. In derartigen Containern befindet sich für gewöhnlich ein Windmessgerät, das Windgeschwindigkeiten mittels Lasertechnik misst („LiDAR“).

 

Der Anhänger steht im Selterser Wald, auf einer kleinen Lichtung in der Nähe des geplanten Standorts der von der Enercon GmbH beantragten Windkraftanlage „Löhnberg 1“.

 

 

Oktober 2016: Enercon GmbH stellt Antrag beim RP Gießen

 

Die Firma Enercon GmbH, Aurich, hat am 14.10.2016 beim RP Gießen einen Antrag zur Errichtung von zwei Windkraftanlagen im Vorranggebiet 2145, Gemarkung Selters,  und zwei Windkraftanlagen im Vorranggebiet 2219, Gemarkung Niedershausen (Löhnberg) und Gemarkung Biskirchen (Leun) eingereicht.

 

Wie das Weilburger Tageblatt am 6. April 2017 meldete, sind die Antragsunterlagen aber noch nicht vollständig.

 

 

Riesige Industrieanlagen in unseren Wäldern

 

Enercon plant anscheinend den Bau von Windkraftanlagen des Typs E 115:

 

Nabenhöhe 149,08 m

Rotordurchmesser 115,71 m

Gesamthöhe 207 m

 

Waldzerstörung durch Kahlschlag und Schneisen: ca. 10 000 Quadratmeter pro Windrad

 

Das sind somit keine kleinen Windrädchen, sondern Mega-Industrieanlagen mit erheblichen  Nachteilen für Mensch und Natur.

Größenvergleich: Windrad Enercon E 115 (Symbolbild) - Tiefenbacher Kirche (Turm ca. 18 m) und alte Buche (35 m)

 

 

Geringe Abstände der Windräder zu Dörfern, Einzelgehöften und Städten

 

Die Mega-Windräder werden sich nach den aktuellen Planungen in einem Abstand von teilweise nur ungefähr 1 km zu den nächsten Ortschaften befinden, ein Windrad wird sogar nur rund 600 m vom  Jahrhunderte alten Bauernhof "Steinzler Hof" entfernt sein.

 

Leider gelten für Menschen in Hessen geringere Sicherheitsabstände als beispielsweise in Bayern.

 

In Bayern müssten die riesigen Windräder (207 m hoch) einen Sicherheitsabstand von über 2 km einhalten! Und sogar das ist eigentlich zu wenig (siehe Kapitel Infraschall).