Hier finden Sie neue und aktuelle Informationen zu den geplanten Windkraftanlagen im Buchenwald zwischen Leun, Braunfels, Weilburg und Löhnberg.

 

 

Tiefbohrungen im Alten Buchenwald bei Selters -

Gefahr für unser Trinkwasser

 

Bohrungen bei Standort Windkraftanlage WKA 2 bereits durchgeführt. Der Standort WKA 1 befindet sich im Trinkwasserschutzgebiet.

 

Bildquelle: BI Rettet Tiefenbachs Wälder

Erste Tiefbohrungen fanden mit Genehmigung durch das RP Gießen bereits im Herbst 2017 dort statt, wo die Firma Enercon den Bau der Windkraftanlage WKA 2 plant:

 

Inmitten eines ökologisch höchst wertvollen Buchenwaldes, nahe des Steinzlerhofes, am unmittelbaren Rand eines Trinkwasserschutzgebietes !

 

Solche Tiefbohrungen sind beispielsweise dann notwendig, wenn es Bedenken an der Untergrundfestigkeit für die gewaltigen Fundamente der Windradkolosse gibt.

 

In unserem Alten Buchenwald gab es früher einige Gruben zur Gewinnung  von Eisenerzen.

 

Das Gebiet ist zerklüftet, die Lage von unterirdischen Hohlräumen und Wasserwegen ist keineswegs exakt bekannt.

Die geplante WKA 1 befindet sich sogar im Trinkwasserschutzgebiet, in unmittelbarer Nähe der Wassergewinnungsanlage der Gemeinde Löhnberg. 

 

Gerade in stark klüftigen Gebieten ist die Gefahr für das Grund- und Trinkwasser durch den Bau von Windkraftanlagen sehr groß!

 

Siehe Link: Windindustrie im Wald: Boden und Trinkwasser

 

 

 

Wir finden es unverantwortlich, industrielle Windkraftanlagen in Trinkwasserschutzgebieten zu bauen!

 

Schon Tiefbohrungen in diesem sensiblen Gebiet sind ein Verbrechen an der Natur!

 

Der Schutz des wertvollen Trinkwassers für die Löhnberger Bürger und der Schutz ökologisch wertvoller Wälder sind wichtiger als die finanziellen Interessen der Windkraftindustrie!

 

 

Windkraftanlagen im Buchenwald von Selters - Risiko für "eines der ganz wenigen Gebiete in der Region mit reinstem Quellwasser"?

 

Aktueller Leserbrief zum Bericht des Weilburger Tageblatts

 

15. Dezember 2017

Am 27.10.2017 berichtete das Weilburger Tagenblatt im Artikel „Baugrund wird geprüft“ über den geplanten Bau von Windkraftanlagen im Buchenwald von Löhnberg/Selters.

Dazu der Leserbrief:

"Für Geld kann man den Teufel tanzen sehen"
WT - Leser-Meinung - Für Geld kann man d[...]
PDF-Dokument [1.3 MB]

 

Ergänzend dazu ein Fall, bei dem es auch um den Windradbau im Wasserschutzgebiet ging:

 

Wurde die Tiefgründung bis in die wasserführende Schicht entgegen der Genehmigung durchgeführt?

Die Gießener Allgemeine schildert einen brisanten Fall in Ulrichstein.

Links: Gießener Allgemeine: Windrad sorgt für Ärger in Ulrichstein

Gießener Allgemeine: Das Ulrichsteiner Windrad und das Schweigen im Walde

 

Beispielbild für den Bau eines WKA-Fundamentes. Bildquelle: BI Münstertal

 

 

Windradbau im Alten Buchenwald: Gefahr für das Trink- und Mineralwasser?

 

Aktueller Bericht des Weilburger Tageblatts

28. Oktober 2017

Das Weilburger Tageblatt berichtet über den aktuellen Stand des Antrags der Enercon zum Bau von zwei Windkraftanlagen im Löhnberger Teil des Alten Buchenwaldes, Gemarkung Selters (VRG WE 2145).

 

Windkraft im Wald - Gefahr für unser Wasser

Aus dem Bericht des Weilburger Tageblatts:

 

„Nach Angaben des RP liegt der Standort einer der beiden Anlagen innerhalb der Zone III des Wasserschutzgebietes für den Tiefbrunnen Selters der Gemeinde und etwa 800 bis 900 Meter von zwei genutzten Mineralwasserbrunnen entfernt.“

 

Baugrunduntersuchungen - also Tiefbohrungen - seien notwendig, um zu „klären, ob der Bau der Anlagen Auswirkungen auf Wasseranlagen haben wird“.  

                                                                            

Die Entscheidung, ob eine Ausnahmegenehmigung für solche Bohrungen im Wasserschutzgebiet erteilt wird, stehe aber noch aus.

 

„Grundsätzlich können insbesondere während der Bauzeit durch Bodeneingriffe Gefährdungen für genutzte Wassergewinnungsanlagen bestehen“, wird die Genehmigungsbehörde RP Gießen zitiert.

 

Link: Weilburger Tageblatt: Baugrund wird geprüft

 

Hintergrundinfo zu diesem Thema:

 

Für die Gemeinden Weilburg, Leun und Löhnberg sind innerhalb des VRG 2145 bzw. unmittelbar daran angrenzend Trinkwasserschutzgebiete der Zonen II, III/IIIA, Gewinnungsanlagen mit Brunnen sowie Heilquellenschutzgebiete der Zone III bestandskräftig ausgewiesen.

 

Der überwiegende Teil des VRG 2145 ist außerdem Vorbehaltsgebiet für den Grundwasserschutz (Regionalplan Mittelhessen). Der Regionalplantext  schreibt dem Gebiet eine hohe Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers zu.

 

In diesen Gebieten mit besonderer Schutzbedürftigkeit des Grundwassers soll bei allen Abwägungen den Belangen des Grundwasserschutzes ein besonderes Gewicht beigemessen werden.

 

Beim Bau von Windkraftanlagen finden in teils gravierender Weise Eingriffe in die Bodenstruktur statt.

 

 

Gefahren für das Grundwasser durch Windkraftanlagen:

 

  • Ca. 2000 – 2400 l wassergefährdende Flüssigkeiten pro WKA, u.a. giftige Hydrauliköle und Kühlflüssigkeiten
  • Schadstoffausschwemmung - u.a. Schwermetalle im Beton wie Arsen, Zink, Chrom (Chromat VI), Cadmium, Quecksilber und Vanadium -, besonders im sauren Waldboden
  • Schadstoffeintrag durch neue Wasserwegsamkeiten, gerade im zerklüfteten ehemaligen Bergbaugebiet
  • Schadstoffeintrag durch Rüttelstopfverdichtung in wasserführende Schichten
  • Drainagewirkung der umfangreichen Zuwegungen

 

 

Ein Bau von Windindustrieanlagen im Alten Buchenwald

ist unverantwortlich!

 

 

Windmessgerät inmitten des Alten Buchenwaldes aufgestellt, am geplanten Standort der Enercon-Windkraftanlage „Löhnberg 1“

 

Es wird ernst!

 

 

Diesen Trailer fotografierten wir Ende Mai. In derartigen Containern befindet sich für gewöhnlich ein Windmessgerät, das Windgeschwindigkeiten mittels Lasertechnik misst („LiDAR“).

 

Der Anhänger steht im Selterser Wald, auf einer kleinen Lichtung in der Nähe des geplanten Standorts der von der Enercon GmbH beantragten Windkraftanlage „Löhnberg 1“.

 

Juni 2017

Die WKAs „Löhnberg 1“ und „Löhnberg 2“ sollen mitten im ökologisch höchst wertvollen Alten Buchenwald gebaut werden, direkt an den Gemarkungsgrenzen von Tiefenbach, Selters und Biskirchen und in unmittelbarer Nähe zum „Steinzler Hof“ sowie zur Lahn.

Nun erfolgt anscheinend eine Windmessung.

 

 

Wir meinen:

Betrachtet man Betriebsergebnisse anderer Windkraftanlagen, die auf gleich niedrigem Niveau gelegen sind (nur 250 – 290 Höhenmeter),  so ist es kaum vorstellbar, dass die Löhnberger Anlagen mit Gewinn betrieben werden können - nicht einmal unter Berücksichtigung der immensen EEG-Subventionen. Siehe dazu auch Seite Zusammenfassung, Punkt 3

 

Fest steht jedenfalls schon jetzt:

 

Die Anwohner, die Natur und auch das Klima werden auf keinen Fall gewinnen, sondern die klaren Verlierer sein!

 

Denn:

  • Wir leben in einer windarmen Tallage. Für Windkraft ist dieser Standort denkbar ungeeignet.
  • Neueste Forschungsergebnisse weisen auf teils massive Gesundheitsgefahren für eine erhebliche Zahl von Anwohnern durch von den gigantischen Windkraftanlagen ausgestrahlten Infraschall, Körper- und Tiefschall hin!
  • Die geplante gewaltige Zerstörung unseres CO2-speichernden Klimaschutzwaldes ist ökologischer Schwachsinn! Außerdem ist die Zerstörung über hunderte Jahre nicht wiedergutzumachen und daher besonders unseren Kindern und Enkeln gegenüber unverantwortlich!
  • Mega-Windkraftanlagen in Wäldern gefährden und töten eine exorbitante Zahl seltener Tiere wie Rotmilan, Schwarzstorch, Mäusebussard und Fledermäuse!
  • Unser Trinkwasser und unsere Mineralquellen werden durch die Mega-Windkraftanlagen im Wald gefährdet! (Gefahren: Ca. 2000 – 2400 l wassergefährdende Flüssigkeiten pro WKA,  Schadstoffausschwemmung, Schwermetalle im Beton, giftige Hydrauliköle und Kühlflüssigkeiten, neue Wasserwegsamkeiten, Schadstoffeintrag durch Rüttelstopfverdichtung in wasserführende Schichten)